Glossar E-H

El Niño

Klimaphänomen im äquatorialen Pazifik, das etwa alle 3 bis 8 Jahre auftritt. Eine Veränderung der Windsysteme führt zur Erwärmung des sonst kalten Humboldtstroms an der Westküste Südamerikas, während die Wassertemperatur vor Australien und Indonesien sinkt. Die Folge sind enorme Regenfälle vor allem an der Westküste im Nordteil Südamerikas, während es im südostasiatischen Raum zu ungewöhnlichen Trockenperioden mit Ernteausfällen und Buschbränden kommt. Auch in anderen Teilen der Erde sind Änderungen der Wettermuster, zum Teil mit Dürren oder Unwetter, zu beobachten. Namensgeber waren peruanische Fischer (El Niño = spanisch „Christkind“), die darunter zu leiden haben, dass die großen Fischschwärme infolge der hohen Wassertemperaturen ausbleiben. Ob die globale Klimaerwärmung einen Einfluss auf El Niño hat, ist nicht eindeutig geklärt. Teilweise wird eine Zunahme in Häufigkeit sowie Ausprägung des Phänomens angenommen.

 

Emissionshandel (engl.: emissions trading)

Artikel 17 des Kyoto-Protokolls erlaubt den Handel mit Emissionszertifikaten. Danach können Annex-B-Länder einen Teil ihrer für die erste Verpflichtungsperiode (2008-2012) gültigen Emissionszertifikate verkaufen (wenn sie mehr als den zugesagten Betrag an Emissionen einsparen können) oder sich zusätzliche Zertifikate hinzukaufen. Damit soll die Reduktion in Ländern mit den niedrigsten Vermeidungskosten gefördert werden.

 

Emissionszertifikate

Um die Begrenzung der Treibhausgasemissionen im Rahmen des Kyoto-Protokolls durchzusetzen, werden Emissionszertifikate an die Annex-B-Länder vergeben, die zu einer bestimmten Menge an Treibhausgasemissionen berechtigen.

 

Flexible Mechanismen (engl.: Flexible mechanisms)

Die flexiblen Mechanismen sind Regelungen des Kyoto-Protokolls, die den Vertragsstaaten einen gewissen Spielraum bieten. Insbesondere können sie ihre Reduktionsverpflichtungen auch im Ausland erbringen. Dazu gehören die Instrumente Clean Development Mechanism (CDM), Emissionshandel und Joint Implementation.

 

Fossile Energieträger

Endliche Ressourcen zur Energiegewinnung wie Kohle, Öl und Erdgas. Beim Verbrennen fossiler Energieträger entstehen aufgrund des Kohlenstoffgehalts unter anderem CO2-Emissionen.

 

Globaler Wandel

Veränderungen in Natur, Wirtschaft und Gesellschaft, welche die Menschheit auf längere Sicht hin betreffen. Teilweise werden unter globalem Wandel in erster Linie durch menschliches Handeln verursachte Umweltveränderungen verstanden.

 

„Heiße Luft“ (engl.: „hot air“)

Aufgrund des industriellen Abschwungs nach 1990 vor allem in Russland und der Ukraine wurden hier die Emissionen ohne aktive Klimaschutzmaßnahmen reduziert. Der dadurch im Basisjahr 1990 möglicherweise überschätzte Bedarf an Emissionsrechten führt zu überschüssigen Emissionszertifikaten, die per Emissionshandel verkauft werden dürfen.

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