Glossar Q-T

Senken

Systeme, die Treibhausgase aus der Atmosphäre entfernen. Eine CO2-Senke stellt z.B. ein Wald dar, da Bäume atmosphärisches CO2 binden. Artikel 3 des Kyoto-Protokolls erklärt die Möglichkeit, die Schaffung von zusätzlichen Senken auf die Emissionsreduktionsverpflichtungen anrechnen zu lassen.

 

Sequestrierung von CO2

Bei der Energieerzeugung Zurückhaltung und anschließende Speicherung von CO2, das sonst in die Atmosphäre gelangen würde.

 

Strahlungsantrieb

Maßstab für den Einfluss, den ein einzelner Faktor auf die Veränderung des Strahlungshaushalts der Atmosphäre und damit auf den Klimawandel hat. Er wird in Watt pro Quadratmeter gemessen. Ein positiver Strahlungsantrieb, z.B. durch die zunehmende Konzentration langlebiger Treibhausgase, führt zu einer Erwärmung der bodennahen Luftschicht. Ein negativer, z.B. durch die Zunahme von Aerosolen, hingegen bewirkt eine Abkühlung.

 

Strahlungshaushalt

Teil der Energiebilanz der Erde. Der einfallenden (Sonnen-)Strahlung wird die von der Erde reflektierte Strahlung gegenübergestellt (auch Strahlungsbilanz). Die Differenz aus Strahlungsaufnahme und Strahlungsabgabe wird als Nettostrahlung bezeichnet. Treibhausgase führen zu einer Veränderung des Strahlungshaushaltes und damit zum Strahlungsantrieb.

 

Treibhauseffekt

Effekt, der zur Erwärmung der Erde führt. Der Vorgang gleicht dem eines Treibhauses: Von der Sonne kommende kurzwellige Strahlung wird von dem Glasdach (den Treibhausgasen) hindurch gelassen und trifft auf die Erde. Diese erwärmt sich und gibt Energie in Form von langwelliger Wärmestrahlung wieder ab, welche nun aber teilweise von dem Glasdach (den Treibhausgasen) nicht hindurch gelassen wird. Dieser Effekt trägt zur Erwärmung des Treibhausinneren (also der Atmosphäre) bei. Der natürliche Treibhauseffekt erhöht die Temperatur auf der Erde permanent um etwa 33°C und ermöglicht damit erst höhere Lebensformen auf der Erde. Problematisch ist aber der anthropogene Treibhauseffekt, der durch den Ausstoß zusätzlicher Treibhausgase die Erwärmung der Erde verstärkt.

 

Treibhausgase

Gase, die für den Treibhauseffekt verantwortlich sind. Zu den natürlichen Treibhausgasen zählen Wasserdampf, Kohlendioxid, Methan, Distickstoffoxid und Ozon. Die sechs wichtigsten anthropogenen Treibhausgase, deren Emissionen laut Kyoto-Protokoll reduziert werden sollen, sind Kohlendioxid, Methan, Distickstoffoxid, Fluorkohlenwasserstoffe (FKW und H-FKW) und Schwefelhexafluorid.

 

Distickstoffoxid

(auch Lachgas, N2O) gehört zu den sechs Treibhausgasen, deren Emission durch das Kyoto-Protokoll begrenzt werden soll. Es hat einen Anteil von ca. 6% am anthropogenen Treibhauseffekt und eine etwa 310mal stärkere Treibhauswirkung als Kohlendioxid. Es entsteht z.B. durch die Verbrennung fossiler Energieträger und bei der Düngerherstellung.

 

Kohlendioxid (CO2)

ist das wichtigste der sechs Treibhausgase, deren Emission durch das Kyoto-Protokoll begrenzt werden soll. Es hat einen Anteil von 60% am anthropogenen Treibhauseffekt. Es entsteht u.a. durch die Verbrennung fossiler Energieträger und durch Verbrennung von Biomasse (z.B. bei der Brandrodung von Wäldern).

 

Methan (CH4)

gehört zu den sechs Treibhausgasen, deren Emission durch das Kyoto-Protokoll begrenzt werden soll. Es hat einen Anteil von 20% am anthropogenen Treibhauseffekt und eine etwa 21mal stärkere Treibhauswirkung als Kohlendioxid. Quellen sind u.a. intensive Rinderhaltung, Reisfelder, Mülldeponien sowie Förderung, Transport und Nutzung von Erdgas.

 

Schwefelhexafluorid (SF6)

gehört zu den sechs Treibhausgasen, deren Emission durch das Kyoto-Protokoll begrenzt werden soll. Es hat eine etwa 23.900mal stärkere Treibhauswirkung als Kohlendioxid. Es wird u.a. für Isolationsvorrichtungen verwendet.

 

FKW

Perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW) gehören zu den sechs Treibhausgasen, deren Emission durch das Kyoto-Protokoll begrenzt werden soll. Sie haben eine 6.500 – 9.200mal stärkere Treibhauswirkung als Kohlendioxid. Sie sind rein menschlichen Ursprungs und entstehen u.a. beim Schmelzen von Aluminium und in der Halbleiterherstellung.

 

H-FKW

Teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (H-FKW) gehören zu den sechs Treibhausgasen, deren Emission durch das Kyoto-Protokoll begrenzt werden soll. Sie haben eine 140-11.700mal stärkere Treibhauswirkung als Kohlendioxid. Sie sind rein menschlichen Ursprungs, sie dienen als Ersatzstoffe für FCKW und werden u.a. in Kühlanlagen verwendet.

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