
Der sich abzeichnende weltweite Klimawandel erfordert die Entwicklung von Lösungsstrategien, um mittel- bis langfristige Benachteiligungen und Folgeschäden für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft abzuwenden. Vorrangiges Ziel ist es, den Folgen des Klimawandels mit einem nachhaltigen Management auf regionaler Ebene zu begegnen.
* Die Metropolregion hat wärend der Projektlaufzeit den Titel um "Wolfsburg" erweitert. In der offiziellen Projektförderung ist dieser Name nicht enthalten, daher ist er hier in Klammen gesetzt.
Die Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg


Der Großraum Hannover-Braunschweig-Göttingen ist im April 2005 durch Beschluss der für Raumordnung zuständigen Minister der Länder in den Kreis der europäischen Metropolregionen aufgenommen worden. Seit März 2008 gehört auch Wolfsburg der Metropolregion an.
Zur Metropolregion gehören 16 Landkreise und 3 kreisfreie Städte. Sie umfasst ungefähr einen Drittel der Landesfläche Niedersachsens mit ihren ca. 4 Millionen Bewohnern.
Ziele und Struktur des Forschungsverbundes

Das Forschungsverbund hat seine dreijährige Studie im Mai 2008 begonnen und sich als Ziel die folgenden Schwerpunkte gesetzt:
- - Analyse der möglichen Auswirkungen von Klimaänderungen auf die für die Metropolregion relevanten Bereiche.
- - Entwicklung der Anpassungs- und Optimierungsstrategien.
- - Vorschläge für die Maßnahmen- und Planungsinstrumente.
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Das Vorhaben vernetzt sieben Teilprojekte:
1. Klimawandel
Institut für Meteorologie und Klimatologie (ImuK), Leibniz Universität Hannover:
Umsetzung der globalen und nationalen Klimaszenarienrechnung auf
den regionalen und lokalen Maßstab.
2. Energiepflanzen
Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG):
Georeferenzierte Modellierung der standörtlichen Voraussetzungen.


Interdisziplinäres Zentrum für nachhaltige Entwicklung (ZNE), Georg-August-Universität Göttingen:
Standortoptimierte Auswahl von Energiepflanzen und Fruchtfolgen.

GEO-NET Umweltconsulting GmbH:
Potenziale für den Anbau von Energiepflanzen. Planerische Umsetzung.
Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK):
Auswahl und Bewertung rohstoffangepasster Verfahrenstechniken zur
Bioenergiegewinnung.
3. Feldberegnung
Landwirtschaftskammer Niedersachsen:
Potenziale für die Substitution von Grundwasser für die Feldberegnung.
4. Naturschutz
Leibniz Universität Hannover, Institut für Umweltplanung
, Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN),
Region Hannover, Fachbereich Umwelt :
Empfindlichkeitsanalyse schutzwürdiger Arten und Biotopen und Entwicklung von Naturschutzmanagementkonzepten zur Minderung von Klimafolgen.

5. Wasserwirtschaft
Stadtwerke Hannover AG (Enercity); Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG):
Konzepte zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Ressource Wasser.

6. I+K-Plattform
Leibniz-Universität Hannover; GEO-NET Umweltconsulting GmbH:
Entwicklung von computerbasierten integrativen Informations-,
Planungshilfe- und Beratungsinstrumenten. 
7. Fort- und Weiterbildung
Leibniz Universität Hannover, Zentrale Einrichtung für Weiterbildung (ZEW); target GmbH:
Vermittlung der komplexen wissenschaftlichen Erkenntnisse an
fachspezifische Akteure sowie Medien, Schulen und Bevölkerung.
Informationsstrategien zur Akzeptanz von Maßnahmen.

Bisherige Ergebnisse und Ausblick
Die CLM-Klimadaten wurden mit dem FITNAH-Modell regionalisiert und den Teilprojekten zur Bearbeitung der einzelnen Fragestellungen zur Verfügung gestellt. Die immer wärmer werdende Sommerperioden und die Verschiebung der Niederschläge in die Wintermonate haben einen Einfluss auf die im Projekt modellierte Grundwasserneubildung, die Analyse der Ertragspotenziale, die Problematik der Wasserbereitstellung für die Landwirtschaft sowie den Erhalt schützenswürdiger Biotope.
Zurzeit werden Flächen identifiziert, die eine hohe Klimawandelbetroffenheit bezüglich der verschiedenen Fragestellungen der einzelnen Teilprojekte aufweisen. Es werden sowohl die negativen als auch positiven Einflüsse aufgezeichnet. Zusätzlich werden Maßnahmen entwickelt, die sinnvoll erscheinen, den negativen Auswirkungen des Klimawandels entgegen zu wirken.
Die Ergebnisse der Auswertungen aus den einzelnen Arbeitsgruppen werden innerhalb der internetbasierten Informations- und Kommunikationsplattform vernetzt. Die Plattform soll am Ende des Projektes der Verwaltung, der Politik und den Planern als Entscheidungshilfeinstrument dienen.
Einzelheiten zur Arbeit der einzelnen Teilprojekte können der Homepage des Projektes entnommen werden:
www.klimafolgenmanagement.de
Kontakt
Dr. Ute Simon
Leibniz Universität Hannover
Institut für Meteorologie und Klimatologie (IMUK)
Herrenhäuser Str. 2
30419 Hannover
Tel. 0511 - 8595937
E-Mail:
Ute.Simon [at] KlimaFolgenManagement.de
Projekt Website